12/1/25

Volkstrauertag: Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Am Volkstrauertag gedachten zahlreiche Ohmstederinnen und Ohmsteder der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Der Tag begann um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Ohmsteder Kirche, den Pastorin Ines Heinke gestaltete und der vom Posaunenchor musikalisch begleitet wurde.

Anschließend zog die Gedenkgemeinschaft zum Denkmal an der Butjadinger Straße, wo Rainer Bartelt, ehemaliger Erster Vorsitzender des Bürgervereins Ohmstede, die Gedenkrede hielt. Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Vereine legten hier einen Kranz nieder. Den Abschluss bildete der Gang zum Friedhof, wo die Teilnehmenden mit einer Kranzniederlegung und einem Gebet der während des Zweiten Weltkrieges verstorbenen Zwangsarbeiter gedachten.

Sowohl in der Predigt als auch in der Rede am Denkmal wurde deutlich: Das Gedenken an vergangenes Leid verpflichtet uns heute. Frieden muss aktiv verteidigt werden – nicht nur in der großen Politik, sondern auch im täglichen Miteinander vor Ort. Jeder Einzelne trägt Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft. bvohmst

11/3/25

ÜBER GRENZEN HINWEG – IN MUSTERN VERBUNDEN

Ausstellung der Kreativgemeinschaft „Smilgas“ und Vorführung des Dokumentarfilms „Die lettische Kolonie in Oldenburg – Ohmstede“.

Einladung zur Ausstellung und Filmvorführung am 15. November 2025 im Kulturzentrum Rennplatz

Die Ausstellung und der Film bilden gemeinsam eine emotionale Reise durch die Zeit – vom lettischen Flüchtlingslager im Nachkriegs-Oldenburg bis zum kreativen Lettland von heute. Handgefertigte Textilkunst und dokumentarische Geschichten zeigen die Verbindung zwischen Menschen, Traditionen und Orten, an denen der lettische Geist über Grenzen und Zeiten hinweg lebendig geblieben ist. In der Ausstellung sind Werke von Inga Geduševa, Ilze Lielkāja, Dace Brizauska, Anita Murīsa und Santa Brīvule zu sehen.
Erleben Sie ein Stück Lettland in Oldenburg und lassen Sie sich von Farben, Mustern und Materialien verzaubern. Bestaunen Sie die Vielfalt lettischer Traditionen: prachtvolle Trachten, kunstvoll gestrickte Textilien sowie traditionell gewebte Gürtel und Tücher. Als Ergänzung zur Textilkunst wird auch edle Keramik von „Vaidava Ceramics“ präsentiert. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, die Textilkünstlerinnen persönlich zu treffen und ihre Handwerksarbeiten zu erwerben.
Zum Abschluss der Ausstellung findet die Vorführung des Dokumentarfilms „Die lettische Kolonie in Oldenburg – Ohmstede“ statt. Der Filmabend lädt dazu ein, die ehemalige lettische Kolonie in Oldenburg sowie die Schicksale der Menschen kennenzulernen, die dort nach dem Krieg lebten.
Während der Veranstaltung wird die Regisseurin Petra Quade anwesend sein – eine Gelegenheit, Erinnerungen zu teilen und mehr über die Geschichte des Stadtteils Ohmstede und der lettischen Diaspora zu erfahren.
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

11/1/25

Laterne Laufen

Am 14. November lädt Ohmstede wieder zum traditionellen Laternenfest ein – ein stimmungsvolles Ereignis, das Groß und Klein zusammenbringt und den Martinstag auf besondere Weise feiert. Veranstaltet wird das Fest vom Bürgerverein Ohmstede, der Kirchengemeinde Ohmstede und dem Kulturzentrum Rennplatzstraße. Der Auftakt beginnt um 17 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst in der Ohmsteder Kirche, bei dem die Bedeutung des Martinstages im Mittelpunkt steht. Im Anschluss startet der Laternenlauf auf einer verkehrsberuhigten Strecke – begleitet von sachkundigen Helferinnen und Helfern, die für Sicherheit und gute Stimmung sorgen. Das gemeinsame Singen von Laternenliedern wird musikalisch durch einen Harmoniumspieler unterstützt und schafft eine besonders festliche Atmosphäre. Das Laternenfest endet am Kulturzentrum Rennplatzstraße, wo sich die Teilnehmenden bei Bratwurst, Waffeln und alkoholfreien Getränken stärken und austauschen können. Nach dem musikalisch begleiteten Laternenlauf durch die verkehrsberuhigten Straßen Ohmstedes kommen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal zusammen. In dieser besonderen Atmosphäre, geprägt vom Schein der Laternen und dem gemeinsamen Gesang, wird das Festgefühl spürbar. Das Miteinander und das Teilen von Traditionen stehen im Mittelpunkt und lassen den Martinstag zu einem unvergesslichen Erlebnis für Groß und Klein werden. Alle Familien, Kinder und Interessierten sind herzlich eingeladen, mit ihren Laternen dabei zu sein und ein Stück gelebte Nachbarschaft in Ohmstede zu erleben. H.Moldt

11/1/25

Erinnerung bewahren – Freiheit gestalten

Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg, das in der Gewaltgeschichte dieser Welt wohl größte Unglück für die Menschheit. Rund 3,5 Prozent aller damals lebenden Menschen auf diesem Globus kamen um. Es bietet sich heutzutage vielleicht die letzte Gelegenheit, gemeinsam mit jenen zu gedenken, die den Mai 1945 noch selbst erlebt haben. Diese Möglichkeit dürfen wir nicht verstreichen lassen. Seit einigen Jahren erleben wir wieder eine Zeit wachsender Unsicherheit. Internationale Konflikte, wie der russische Angriffskrieg und die Lage im Nahen Osten, belasten ebenso wie Spannungen mit langjährigen Partnern. Diese Entwicklungen wirken bis in unsere Gesellschaft hinein: Wirtschaftliche und soziale Probleme führen zu Frustration und Schuldzuweisungen. Auch im Inneren wird der Ton rauer. Doch Demokratie lebt vom Miteinander. Wenn sich jeder nur auf die eigene Gruppe zurückzieht, verlieren wir das Verbindende. Freiheit gelingt nur, wenn sie nicht rücksichtslos ist, sondern im Bewusstsein unserer Verantwortung füreinander gelebt wird. Im Anschluss an den Gottesdienst um 10 Uhr in der Ohmsteder Kirche versammeln wir uns am Denkmal Butjadinger Straße / Grashornweg, um ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Danach führt der gemeinsame Weg zum Ehrenmal auf dem Ohmsteder Friedhof. Bvohmst