Die neue Infovitrine am Kulturzentrum Rennplatz würdigt die Geschichte der ehemaligen „Lettenlager“-Siedlung für geflüchtete Lettinnen und Letten. So erreichte uns eine Nachricht einer Familie, deren Vater am Aufbau des Kulturzentrums mitwirkte. Sie bedankt sich beim Bürgerverein – besonders für das Engagement von Rainer Bartelt. „Die Vitrine schafft eine sichtbare Erinnerung, wo einst Gräber eingeebnet wurden“, heißt es in der Dankesmail. Ein Projekt, das Geschichte bewahrt und Generationen verbindet.
Beim baulichen Ausbau der Ganztagsbetreuung an Oldenburgs Grundschulen gibt es noch Luft nach oben: 17 von 28 Grundschulen sind bereits entsprechend umgebaut, die gesetzlichen Vorgaben sind damit aber noch nicht vollständig erfüllt. Für die GS Ohmstede fehlt bislang sogar ein konkreter Zeitplan für den Gebäudeausbau. Sie liegt derzeit nur an dritter Stelle der Prioritätenliste, hinter der Hermann-Ehlers-Schule.
Der Ohmsteder Bürgerverein, Elternvertretung und Schulleitung trafen Verantwortliche aus der Stadtverwaltung, um sich über Hintergründe zu informieren und eine Perspektive für die Grundschule Ohmstede aufgezeigt zu bekommen. Damit sich etwas ändert, hat die Politik zwei Aufgaben zu lösen. Erstens: die laufende Sanierung der Schulgebäude endlich auskömmlich finanzieren – die chronische Unterfinanzierung sorgt stadtweit für einen schlechten Bauzustand. Zweitens, und das ist die eigentliche Hürde: genug Personal einstellen. Die Stadt wuchs in den letzten zehn Jahren, mit ihr die Anzahl der Räume, der Schüler und der zu pflegenden Flächen – doch die Zahl der Bauunterhalter hielt nicht Schritt. Ohne mehr Personal lässt sich weder sanieren noch der gesetzliche Anspruch auf gute Ganztagsbetreuung umsetzen.
Egal welcher Kandidat bei der Stichwahl gewählt wurde: Er und der neue Stadtrat stehen nun in der Pflicht. Denn wo die Gebäude bröckeln, bröckelt die Demokratie. Alle Oldenburger Schulen brauchen einen ordentlichen baulichen Zustand. Und die Ohmsteder Grundschule braucht zusätzlich den Ganztagsausbau, so wie elf weitere Oldenburger Schulen – im Sinne der Kinder und unser aller Zukunft.
In de NWZ lees ik, dat dree Lehrlü ut Ollnborg mehr Kolonialgeschicht in uns Teemuseen un bi de Vermarktung van uns Teekultur sehn willen. Ik heff mi eerst maal ’n Koppke Tee maakt. Mit Tee vör de Nös kann ik beter nadenken.
Een Saak is klaar: De Geschicht van de Teehandel is neet blot ’n mooi Vertellsel van Seilschepen un fiene Tassen. Daar hören ok Utbeutung, Gewalt un koloniale Herrskupp to. Dat mutt vertellt worden. Daar gifft dat nix an to rütteln.
Man uns oostfreeske Teekultur is mehr as de Handelsweg van ’n dröögt Teebladd. Wenn wi tosamen sitten, Tee drinken, proten un uns Tied för anner Lü nehmen, denn is dat uns Kultur. Wenn ik mien Gast ’n Koppke Tee inschenk, denn segg ik dormit: „Sett di daal. Du büst willkomen.“ Ik segg neet: „Ik finn de britske Kolonialpolitik van vör 200 Jahren heel moi.“
Un wenn wi över Utbeutung proten, denn interessert mi vör allen Dingen, wo dat vandage utsücht: Könen de Lü, de uns Tee anbauen un plücken, van hör Arbeid leven? Waar kummt uns Tee her? Un wat kriegen de Lü för hör Arbeid? Daar will ik van de Teefirmen klare Antwoorden hebben. ’n Moi Bild up de Packung langt mi neet.
Man nu heff ik noch ’n Fraag an de Lehrlü ut Ollnborg.
Vandage word an Universitäten ja geern daaröver proot, well över well proten dürt, well to Woord kummt un well wat sülvst beleevt hett.
Denn mutt Fokko doch fragen: Sünd de dree egentlich Teedrinkers?
Ik weet dat neet. Villicht drinken se elke Dag hör dree Koppkes. Man wenn dat Koffjedrinkers sünd, denn sitten daar villicht dree Lü mit ’n Koffjetass vör de Nös un verklaren uns Oostfresen, wo wi över uns egen Teekultur denken sallen.
Denn will ik dat Prinzip ok heel konsequent anwennen: Dürt ’n Koffjedrinker dat överhoopt? Of mutt he neet eerst maal dree Koppkes drinken, ehr he mitproten dürt?
Ik meen ja blot.
De koloniale Geschicht höört up Disk. De Lü, de uns Tee vandage anbauen, ok. Man uns egen Geschicht un uns Teetied hören daar nettso hen.
Erfolgreiche Teetied in Waterende.Ein geselliger Nachmittag mit typisch ostfriesischsen Spezialitäten mit einem Schlagerquiz zur Unterhaltung. Die nächste Teetied wird im Dezember stattfinden.
Manchmal braucht es einfach jemanden, der den Mumm hat, irgendwo anzuklopfen und zu fragen: „Können wir nicht einmal vorbeikommen?“ Bei unserer diesjährigen Fahrradtour war dieser Jemand Addi Baron. Er hatte die Tour nicht nur bestens organisiert, sondern uns auch einen Besuch bei der Polizeihubschrauberstaffel in Rastede ermöglicht.
Dort nahm sich Kirsten Böning viel Zeit für uns. Sie ist die erste Hubschrauberpilotin in der Geschichte der niedersächsischen Polizei und erklärte uns anschaulich, wie der Polizeihubschrauber eingesetzt wird, welche Technik an Bord steckt und was Piloten (sic! Gendern ist Kirsten Böning in dem Zusammenhang nicht wichtig) und Besatzung im Einsatz leisten müssen. Erfreulich war auch zu hören, dass sie inzwischen weibliche Verstärkung bekommen hat und sich eine weitere Kollegin in der Ausbildung befindet.
Besonderes Glück hatten wir mit dem Timing: Während unseres Besuchs wurde der Hubschrauber tatsächlich zu einem Einsatz gerufen. So konnten wir Start und Rückkehr unmittelbar miterleben. Beim Anflug zeigte die Besatzung noch einmal eindrucksvoll, wie wendig so ein Hubschrauber ist. Das war natürlich der Höhepunkt einer ohnehin schon ausgesprochen spannenden Führung.
Anschließend ging es mit dem Fahrrad weiter zu unserem ehemaligen Vorsitzenden Rainer und seiner Frau Karin. In ihrem Garten war bereits alles für das gemeinsame Grillen vorbereitet. Auch das Wetter spielte mit, sodass wir den Tag in entspannter Runde ausklingen lassen konnten. Es wurde viel erzählt und gelacht, alte Bekannte trafen sich wieder und neue Gespräche entstanden.
Ein rundum schöner Tag mit spannenden Einblicken, gutem Essen und vor allem vielen netten Menschen.
Auf die nächste Fahrradtour im kommenden Jahr freuen wir uns schon jetzt.
Fahrradtour des BV Ohmstede zur Polizeihubschrauberstaffel Rastede