07/1/26

Anmeldung zur Fahrradtour

Am Samstag, den 23. August, startet um 14 Uhr an der Ohmsteder Kirche die traditionelle Fahrradtour des Bürgervereins Ohmstede. Die Teilnehmerzahl bei der Fahrt ist in diesem Jahr auf 25 Personen begrenzt. Nach einer gemütlichen Rundfahrt endet die Tour mit einem Abschlussgrillen bei Rainer Bartels. Anmeldungen werden bis zum 16. August unter der Telefonnummer 31204 von Addi entgegengenommen.

07/1/26

Prange im Dialog

Bei brütender Hitze stellte sich Ulf Prange, Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, den Fragen des BV Ohmstede. Rund 30 Interessierte waren auf dem Diershof zusammengekommen, um den Juristen und seine Visionen für Oldenburg kennenzulernen. Nach einer Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des BV Ohmstede präsentierte Prange seine Agenda, beantwortete Fragen und zeigte sich als klarer Gegenentwurf zu seinem Vorgänger.

Der Bürgerverein Ohmstede nimmt Pranges Selbstcharakterisierung als „anderer Typ“ zur Kenntnis und erwartet konkrete Umsetzungspläne zu seinen angekündigten Schwerpunkten: Wie genau soll die angestrebte „neue Umsetzungskultur“ in der Verwaltungspraxis aussehen? Die versprochene Digitalisierung von Routineaufgaben und effizientere Prozesse sind aus Sicht des Vereins dringend nötig – hier fehlen bisher messbare Ziele und Zeitpläne.

Bei den zentralen Themen – bezahlbares Wohnen, Mobilitätsplan und Schulinvestitionen – hofft der BV auf eine solide Finanzierung, insbesondere vor dem Hintergrund der voraussichtlich in Zukunft angespannten Haushaltslage der Stadt. Die Kritik an den – von Prange so betitelten – „Vollkatastrophen“ wie Flötenteichbad oder Weseremshalle teilt der Verein und erwartet eine detaillierte Aufarbeitung der Fehler sowie klare Zeitpläne für den Abschluss dieser Projekte. Ob die Stadt aus den Fehlern der Vergangenheit lernt, werden die beiden “neuen Großprojekte” Stadionneubau sowie Tiefgarage am Pferdemarkt zeigen. Prange weist darauf hin, dass diese zu Ende geführt werden müssen.

Besonders begrüßt der BV Ohmstede Pranges Forderung nach mehr direkter Kommunikation der Verwaltung. Die Ankündigung, durch Rahmenregelungen (z. B. für Osterfeuer) Bürokratie abzubauen, geht in die richtige Richtung. Der Verein erwartet hier jedoch konkrete Vorschläge, wie solche Regelungen aussehen und wann sie eingeführt werden sollen – insbesondere, um die bisherige Praxis der Einzelfallentscheidungen zu überwinden, die oft zu Verzögerungen und Unzufriedenheit führen.

Der BV Ohmstede benannte lokale Probleme: Die ungelöste Parkplatznot an den Bornhorster Seen trotz Gefahrenlage wird zu prüfen sein. Die Akzeptanzabgabe des Windparks Bornhorst wird, wie vom Land vorgesehen, den Anwohnerstadtteilen Bornhorst, Ohmstede und Etzhorn zugutekommen. Prange wird die Eigentümer des brachliegenden Gewerbegebiets Ohmstede kontaktieren und eine künftige Nachnutzung diskutieren. Bei der Elsflether Straße greifen Anwohner wegen Untätigkeit der Stadt selbst zu Säge und Heckenschere. Auch defekte Leitpfähle werden nicht ersetzt. Ob eine Verbesserung möglich ist, konnte Prange wegen der angespannten Personallage in diesem Bereich nicht versprechen. Den Rattenbefall in Oldenburg möchte Prange mit dem Dreischritt aus kommunaler Bekämpfung, Aufklärung und Sanktionen in den Griff bekommen.

Prange zeigte sich offen für die Anliegen des Bürgervereins. Der Bürgerverein Ohmstede bedankt sich bei Ulf Prange für das Kommen sowie den konstruktiven Austausch. Im Falle seiner Wahl wird Prange an der Realisierung seiner Aussagen und Ziele gemessen werden.

07/1/26

Fokko meent

Klook proten is good – genau proten is beter

Dat mit de Zeitung is so’n Saak. Wi köönt ja all gern mol över „de Medien“ schimpen, wenn uns wat nich passt. Man wenn mörgens de Zeitung up’n Disk liggt, denn leest wi se doch. Wi willt ja weten, wat los is. In Ollnborg, in Berlin, in de Welt. Un denn mutt dat ok stimmen. Nich bloot ungefähr, nich so van wegen „passt woll“, sünnern richtig.

Nu harr Fokko dor so’n politischen Kommentar leest. Dor gung dat um Kubicki un sien bekannte Aart.

Dor stunn sinngemäß, Kubicki harr Merz „Eierarsch“ un Lauterbach „Spacken“ nöömt. Dat klingt bannig kräftig. Dat leest sik fix. Dat maakt wat her. Man ganz so eenfach weer dat eben nich. Bi Merz harr he seggt, he harr dat dacht. Un bi Lauterbach wies he dorup hen, wat Lüüd in sien Stammkneipe över hum seggen würden. Dat is natürelk Juristerei up dünn Ies. Man just dor speelt Kubicki ja mit. Dat is sien Trick: dicht an de Kant langs, man nich unbedingt över de Kant röver.

Un denn is dat för Zeitungslüüd eben wichtig, heel genau to proten. Besünners wenn se sülvst mit Naam un Bild dorbi stahn. Dat is ja egentlich good. Man weet denn: De dor hett dat schreven. Dat schafft Vertraun. Man Vertrauen is as’n Porzellanteller. De mutt nich glieks in Stücken fallen. Aver wenn dor eerst’n Sprung in is, denn kiekt man bi’n nächsten Mal anners hen.

Fokko seggt dat nich, wiel he keen Zeitung mehr lesen will. Ganz in’t Gegendeel. Wi bruukt Zeitungen. Wi bruukt Lüüd, de fragen, sorteren, kontrolleren un ok mol den Finger in de Wunn leggen. Man wenn de Presse vun Genauigkeit leevt, denn mutt se ok genau sien, wenn’t unbequem, spits oder lustig warrt.

Anners denkt de Leser bi de nächste Analyse: Is dat nu sauber maakt? Oder weer dat ok bloots ungefähr richtig?

Un „ungefähr richtig“ kann bi’n Wetterbericht viellicht noch dörchgahn. Bi Politik, Presse un Vertraun aver nich.

07/1/26

Pfingstbaumsetzen in Ohmstede bei bestem Wetter

Nach dem eher nassen und stürmischen Pfingstbaumsetzen im vergangenen Jahr zeigte sich Ohmstede diesmal von seiner besten Seite. Bei richtig gutem Wetter kamen viele Gäste zusammen, um rund um die Gaststätte Mykonos das traditionelle Pfingstbaumsetzen zu erleben. Mykonos richtete die Veranstaltung aus und bot damit wieder einen schönen Rahmen für ein lebendiges Treffen im Stadtteil.

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt des Ohmsteder Plattdeutschen Vereins. Mit viel Freude, Schwung und sichtbarer Begeisterung wurden traditionelle Tänze gezeigt. Benno von Mindens plattdeutsche Ansprache gab dem Nachmittag zudem eine besondere, heimatliche Note. Gerade diese Mischung aus Brauchtum, Sprache und Gemeinschaft machte den Auftritt zu einem echten Gewinn für die Veranstaltung.

Das Fest war dabei sichtbar etwas für Jung und Alt. Während die Erwachsenen klönten, Musik hörten oder sich eine Bratwurst holten, war für die jüngeren Gäste unter anderem eine Hüpfburg vorhanden. Musikalisch begleitet wurde das Pfingstbaumsetzen auch in diesem Jahr wieder von Concord, der vielen Besucherinnen und Besuchern inzwischen gut bekannt ist und mit seiner Musik zuverlässig zur guten Stimmung beitrug.

Wie entspannt die Atmosphäre war, zeigte ein aufgeschnappter Satz am Rand: „Und dann ein Bier und dann ein Schattenplatz.“ Viel besser ließ sich dieser Nachmittag eigentlich kaum zusammenfassen. Auch ein weiteres Zitat passte gut zum Tag: „Das ist das erste Mal, dass ich einen Pfingstbaum sehe.“ Solche Momente zeigen, dass diese Tradition nicht nur die regelmäßigen Besucherinnen und Besucher erreicht, sondern auch neue Gäste neugierig macht.

So wurde das Pfingstbaumsetzen in Ohmstede zu einem rundum gelungenen Nachmittag: mit Sonne statt Regen, mit Tanz, Musik, plattdeutscher Sprache und vielen kleinen Begegnungen, die genau solche Feste ausmachen.