Wenn wir auf das Jahr 2025 zurückschauen, dann sehen wir vor allem eines: Ein lebendiges Ohmstede, das von vielen Menschen getragen wird, die sich einbringen, mitreden und mithelfen. Für uns als Bürgerverein war es ein Jahr mit vielen Aufgaben, vielen Begegnungen und vielen guten Momenten – manchmal auch überraschend, aber immer mit dem Gefühl: Wir machen das gemeinsam.
Gleich zu Beginn beschäftigte uns ein großes Thema: die geplante Baumschutzsatzung. Wir haben uns dazu klar positioniert. Uns geht es um gesunden Baumschutz, der für alle verständlich und machbar ist. Deshalb werden wir den Bürgerentscheid unterstützen, weil wir eine Lösung brauchen, die sinnvoll ist und die Menschen nicht mit unnötigen Regeln belastet. Das war für uns kein Parteithema, sondern ein Anliegen für Ohmstede. Und es hat gezeigt, dass Bürgervereinsarbeit nicht nur Feste und Veranstaltungen bedeutet, sondern manchmal auch klare Aussagen und eine Menge Überzeugungsarbeit.
Trotz solcher großen Themen hat uns der Alltag im Verein getragen – und viel Freude gemacht. Unsere traditionellen Veranstaltungen, allen voran das Bürgerfrühstück, das Pfingstbaumsetzen, die Teetied waren wieder echte Treffpunkte. Beim Bürgerfrühstück geht es immer besonders warm und gesellig zu: Tische voller selbst gemachter Leckereien, Menschen jeden Alters, Gespräche über Gott und die Welt. Ein Vormittag, der zeigt, wie sehr Ohmstede zusammenhält.
Beim Pfingstbaumsetzen stand wieder das gemeinsame Tun im Mittelpunkt. Es ist eine Tradition, die uns wichtig ist, und die auch 2025 gezeigt hat: Wenn viele mitmachen und anpacken, entsteht etwas, das verbindet – auch im Regen.
Ein Projekt, das leise begann und dann Fahrt aufnahm, war unser Fotokalender 2026. Die Idee war simpel: Ohmstede zeigen, wie wir es erleben. Nicht poliert und gestellt, sondern echt. Und plötzlich waren viele dabei – mit Bildern, Ideen und Erinnerungen. Für uns ist dieser Kalender ein kleines Stück Heimat zum Umblättern. Und er zeigt, wie viel Liebe zum Stadtteil in unserer Gemeinschaft steckt.
Wichtig waren auch die Bürgergespräche, die sich mehr und mehr zu einem festen Austauschpunkt entwickeln. Hier kommen die Themen des Stadtteils auf den Tisch – Finanzen, Verkehr, Ver- und Entsorgung, Alltagssorgen, gute Vorschläge. Wir haben erlebt, dass Menschen sehr klar ausdrücken, was ihnen wichtig ist. Und dass es uns als Verein guttut, diese Stimmen zu hören und weiterzutragen. Genau deshalb freuen wir uns schon jetzt auf das nächste Bürgergespräch im Januar. Wir erwarten, dass es wieder ein offener und guter Abend wird.
Neben all den Aktivitäten nach außen war auch die Zusammenarbeit innerhalb des Vereins ein wichtiger Teil des Jahres. Vorstand und Beirat haben eng zusammengearbeitet, viele Aufgaben verteilt und gemeinsam entschieden. Auch die Ortsvereine waren regelmäßig eingebunden und haben wichtige Impulse gesetzt. Wir sind stolz darauf, dass wir kein „Verein im stillen Kämmerlein“ sind, sondern ein Team aus vielen Köpfen und helfenden Händen.
An dieser Stelle müssen wir klar sagen: Ohne die Ehrenamtlichen wäre all das nicht möglich gewesen. Menschen, die spontan einspringen, Sitzungen vorbereiten, Stühle tragen, Mails schreiben, Kuchen backen, Ideen einbringen oder einfach nur mit anpacken – sie alle machen den Bürgerverein erst lebendig. Jeder, der schon einmal eine Veranstaltung vorbereitet hat, weiß: Vieles davon sieht man später gar nicht. Aber es steckt viel Zeit, Mühe und Herz dahinter. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.
Natürlich richten wir den Blick auch nach vorn. 2026 wird ein besonderes Jahr für uns, denn wir feiern unser 75. Vereinsjubiläum. Im Oktober wollen wir im Bunker zusammenkommen und ein Fest auf die Beine stellen, das zeigt, was uns ausmacht: Zusammenhalt, Tradition und Freude am Miteinander. Die ersten Ideen stehen, vieles entsteht noch – aber wir wissen schon: Es wird ein Fest, das zu Ohmstede passt.
Ein weiteres großes Thema für 2026 ist das Weitermachen und Dranbleiben. Viele Aufgaben aus diesem Jahr begleiten uns weiter: die Diskussion über den Baumschutz, die Entwicklung im Stadtteil, die Wünsche und Anliegen der Menschen hier. Wir wollen zuhören, vermitteln und mitgestalten. Unser Ziel ist es, nahe an den Bürgerinnen und Bürgern zu bleiben – so nah wie möglich.
Auch die Einladung an neue Mitglieder war und bleibt ein wichtiges Anliegen. Wer neu dazukommt, soll sich nicht nur willkommen fühlen, sondern auch die Möglichkeit haben, mitzuwirken. Wir freuen uns über jeden, der sagt: „Ich möchte Teil davon sein.“ Und wir sagen auch klar: Wir brauchen Menschen, die Lust haben, sich einzubringen – ob irgendwann im Vorstand, im Beirat, in Projekten oder bei Veranstaltungen.
Damit wir noch besser im Austausch bleiben können, nutzen wir inzwischen auch unsere Messenger-Gruppe für schnelle Infos und kurze Wege. Ein kleines Werkzeug, das uns den Alltag erleichtert und die Kommunikation direkter macht.
Wenn wir all das zusammennehmen, dann blicken wir auf ein Jahr zurück, das uns gefordert, aber auch bestärkt hat. Wir haben erlebt, dass Ohmstede ein Stadtteil mit Meinung ist – und das ist gut so. Wir haben gemerkt, dass Diskussionen manchmal anstrengend sind – aber nötig. Wir haben gespürt, wie gut es tut, wenn viele mitziehen. Und wir haben gesehen, dass unser Bürgerverein ein Ort ist, an dem man gemeinsam etwas bewegen kann.
Wir danken allen, die 2025 zu diesem lebendigen Jahr gemacht haben: den Engagierten, den Mitdenkerinnen, den Anpackern, den Kritischen und den Unterstützenden. Wir danken denen, die unsere Veranstaltungen möglich gemacht haben, und denen, die bei den vielen kleinen Aufgaben geholfen haben, die man leicht übersieht. Und wir danken allen, die uns mit ihren Ideen bereichert haben.
Mit diesem Gefühl gehen wir in das neue Jahr. 2026 wird ein Jahr voller Aufgaben und voller Chancen. Ein Jahr mit Dialog, mit Festen, mit Projekten – und hoffentlich mit vielen schönen Momenten. Wir freuen uns darauf, es gemeinsam mit Euch zu gestalten.
Euer Vorstand des Bürgerverein Ohmstede