02/1/26

Oldenburg entscheidet – entscheiden Sie mit!

Bürgerentscheid zur Baumschutzsatzung

Die Entscheidung über die Aufhebung der neuen Baumschutzsatzung wird von den wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Oldenburg in einem Bürgerentscheid getroffen. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Oldenburg hat am 1. Dezember 2025 die Zulässigkeit des entsprechenden Bürgerbegehrens festgestellt.

Der Bürgerverein Ohmstede hat sich in mehreren Beiträgen mit der Baumschutzsatzung befasst und dabei die Vor- und Nachteile abgewogen. Auf Grundlage dieser Auseinandersetzung sowie des Meinungsbildes innerhalb der Mitgliedschaft spricht sich der Bürgerverein gegen die Satzung aus.

Unabhängig von der persönlichen Haltung zur Baumschutzsatzung ist eine breite Beteiligung am Bürgerentscheid von Bedeutung. Daher möchten wir alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, am 22. Februar von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich an der Abstimmung zu beteiligen.

bvohmst

02/1/26

Bürgergespräch mit SPD-Ratsherr Thomas Klein: Zwischen Skepsis und Zuversicht

Beim jüngsten Bürgergespräch der Ortsvereine Ohmstede stand weniger die einzelne Sachfrage im Mittelpunkt als vielmehr das grundsätzliche Klima in der Stadtpolitik. Zu Gast war Thomas Klein (SPD), der sich den teils kritischen, teils konstruktiven Fragen der Bürgerinnen und Bürger stellte – und dabei immer wieder auf einen Punkt zurückkam: Demokratie lebt vom Streit, aber auch vom gemeinsamen Willen, die Stadt zukunftsfähig zu gestalten.

Schon früh wurde deutlich, dass viele Anwesende mit Sorge auf große Projekte wie den geplanten Stadionneubau blicken. Die finanzielle Lage der Stadt, die Erfahrungen mit Kostensteigerungen bei anderen Vorhaben und das Gefühl, als Bürger nicht immer ausreichend gehört zu werden, prägten die Diskussion. Gleichzeitig machte Klein klar, dass politische Entscheidungen nicht nur aus der Perspektive der Gegenwart getroffen werden dürften. Wer Verantwortung übernehme, müsse auch den Mut haben, in die Zukunft zu investieren.

Besonders betonte Klein den aus seiner Sicht guten Diskurs im Rat der Stadt Oldenburg. Trotz unterschiedlicher Positionen und parteipolitischer Interessen gebe es in vielen Fragen einen respektvollen, sachorientierten Austausch – oft auch parteiübergreifend. Diese Kultur sei keine Selbstverständlichkeit und gerade in Zeiten wachsender Polarisierung ein Wert an sich. Demokratie, so Klein, zeige sich nicht nur in Abstimmungen, sondern vor allem in der Art, wie miteinander gestritten werde.

Auch das Thema Verwaltungsstrukturen kam zur Sprache. Klein sprach sich offen für eine Organisationsuntersuchung aus – nicht als Misstrauensvotum gegenüber den Mitarbeitenden, sondern als Chance, Abläufe zu verbessern und Vertrauen zurückzugewinnen. Hier wurde deutlich: Kritik an Strukturen schließt Wertschätzung für die Menschen dahinter nicht aus.

Insgesamt war der Abend geprägt von einer Mischung aus Skepsis und konstruktiver Erwartung. Viele Fragen blieben offen, manches wurde kontrovers diskutiert. Doch zugleich zeigte sich ein gemeinsamer Nenner: der Wunsch nach transparenteren Entscheidungen, ernst gemeinter Bürgerbeteiligung und einer Politik, die nicht nur reagiert, sondern gestaltet.

Zum Abschluss bedankte sich Thomas Klein für den offenen Austausch und machte deutlich, dass er viele Anregungen aus dem Abend mitnehme. Mehrere angesprochene Fragen wolle er weiterverfolgen und klären. Insgesamt wurde sein optimistischer Blick auf die Stadtpolitik deutlich: Statt ständig nur auf Probleme zu schauen, brauche es auch Vertrauen in demokratische Prozesse und den Mut, Oldenburg weiterhin als eine lebenswerte und gut aufgestellte Stadt in die Zukunft zu führen.

bvohmst